Felix Landwehr
SEO Senior Experte
24. Juni 2026
5 min
Das erwartet dich
- Google Search Console KI-Bericht: KI-Sichtbarkeit in Google messen
- Was zeigt der neue Google Search Console KI-Bericht?
- Warum KI-Impressionen eine neue SEO-Kennzahl sind
- Was Unternehmen aus dem Bericht ableiten können
- Ein wichtiger Schritt raus aus dem Blindflug
- Noch kein vollständiges Analyseinstrument
- Was bedeutet der Bericht für SEO?
- Was bedeutet der Bericht für GEO?
- Fazit
Der neue Bereich befindet sich in der Search Console unter:
Google Search Console > Leistung > Google Suche-Ergebnisse > Generative KI
In der deutschen Oberfläche erscheint der Bericht als „Auf generativer KI basierende Funktion“. Im Screenshot-Beispiel sind für eine Website innerhalb des letzten Monats 429.097 Impressionen zu sehen. Diese Zahl steht nicht für klassische organische Suchimpressionen, sondern für Sichtbarkeit in generativen KI-Funktionen innerhalb der Google Suche.

Genau deshalb ist der Bericht aus SEO-Sicht so relevant: Google liefert damit einen ersten eigenen Datenpunkt für KI-Sichtbarkeit in der Suche.
Was zeigt der neue Google Search Console KI-Bericht?
Der Bericht zeigt, wie häufig URLs einer Website in generativen Google-Funktionen sichtbar ausgespielt werden. Dazu gehören nach aktuellem Stand insbesondere AI Overviews und AI Mode.
Im Mittelpunkt stehen aktuell vor allem Impressionen. Eine Impression bedeutet: Eine URL der eigenen Website wurde innerhalb einer generativen KI-Funktion von Google angezeigt.
Wichtig ist: Es handelt sich nicht um ein vollständiges KI-Tracking. Der Bericht zeigt keine Prompts, keine konkreten Suchanfragen und keine Klickdaten aus diesen KI-Flächen. Aber er macht sichtbar, welche Seiten einer Domain überhaupt in generativen Google-Ergebnissen auftauchen.
Aktuell lassen sich unter anderem folgende Dimensionen auswerten:
Damit wird erstmals greifbarer, welche Inhalte Google in KI-gestützten Sucherlebnissen für relevant hält.

Warum KI-Impressionen eine neue SEO-Kennzahl sind
Eine KI-Impression ist kein Klick. Sie ist auch keine Conversion. Trotzdem ist sie wertvoll.
Denn sie zeigt, dass eine Seite in einer generativen Google-Sucherfahrung sichtbar wurde. Das ist ein anderes Signal als ein klassisches Ranking auf Seite 1. Wenn Google Antworten direkt generiert, reicht es nicht mehr nur zu fragen:
Wie gut rankt meine Seite?
Eine zweite Frage wird wichtiger:
Wird meine Website überhaupt als relevante Quelle für generative Antwortflächen herangezogen?
Genau hier setzt der neue KI-Bericht an. Er zeigt, welche Seiten in diesen neuen Suchumgebungen auftauchen. Das kann Hinweise darauf geben, welche Themen, Formate und Inhalte besonders gut für generative Suchergebnisse funktionieren.
Was Unternehmen aus dem Bericht ableiten können
Besonders spannend ist die URL-Auswertung. Sie zeigt, welche Seiten den größten Beitrag zur KI-Sichtbarkeit liefern.
Daraus lassen sich wichtige Fragen ableiten:
Welche Seitentypen erzeugen viele KI-Impressionen?
Sind es Ratgeberseiten, Produktseiten, Glossarbeiträge, Service-Seiten oder Blogartikel?
Welche Themen funktionieren besonders gut?
Wenn mehrere Seiten aus einem Themencluster viele Impressionen erhalten, kann das auf eine starke Relevanz in generativen Suchergebnissen hinweisen.
Welche Inhalte sind offenbar gut strukturiert?
Seiten mit hoher KI-Sichtbarkeit sollten genauer analysiert werden. Häufig sind klare Struktur, verständliche Antworten, gute Überschriften und thematische Tiefe entscheidende Faktoren.
Wo entsteht Sichtbarkeit ohne Klick?
KI-Sichtbarkeit kann entstehen, auch wenn daraus nicht direkt Traffic entsteht. Das macht die Kennzahl nicht wertlos. Im Gegenteil: Sie zeigt, wo Nutzerbedarf und Google-Ausspielung zusammenkommen.
Welche Länder und Geräte sind relevant?
Die Filter nach Ländern und Geräten helfen dabei, regionale Unterschiede und Nutzungssituationen besser zu verstehen.
Der Bericht sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Wirklich wertvoll wird er im Zusammenspiel mit klassischen Search-Console-Daten, Ranking-Analysen, Content-Audits und Conversion-Daten.
Ein wichtiger Schritt raus aus dem Blindflug
Aus SEO- und GEO-Sicht ist der neue Bericht ein positives Signal.
Bislang war KI-Sichtbarkeit oft schwer messbar. Viele Analysen basierten auf manuellen Prompt-Abfragen oder externen Monitoring-Tools. Das kann hilfreich sein, bleibt aber punktuell: Man prüft bestimmte Fragen, bestimmte Themen oder bestimmte Wettbewerber.
Der neue Google Search Console KI-Bericht geht anders vor. Er zeigt Impressionen auf URL-Ebene innerhalb der eigenen Website-Property. Das ist kein perfektes Bild, aber ein deutlich belastbarerer Startpunkt.
Besonders wichtig: Der Bericht macht deutlich, dass SEO nicht verschwindet. SEO erweitert sich. Technische Zugänglichkeit, Indexierung, Content-Qualität, Struktur, Vertrauen und thematische Autorität bleiben zentrale Grundlagen. Nur verschiebt sich ein Teil der Sichtbarkeit in neue Antwortformate.
Für Unternehmen ist das eine Chance. Wer früh erkennt, welche Inhalte in generativen Google-Ergebnissen sichtbar werden, kann daraus bessere Content- und SEO-Entscheidungen ableiten.
Noch kein vollständiges Analyseinstrument
So spannend der Bericht ist: Er hat klare Grenzen.
Der größte Kritikpunkt ist die fehlende Kontexttiefe. Wir sehen nicht, welche konkrete Suchanfrage oder welcher Prompt zur Impression geführt hat. Wir sehen auch nicht, wie prominent die URL angezeigt wurde oder ob Nutzer anschließend geklickt haben.
Eine hohe Zahl an KI-Impressionen bedeutet also nicht automatisch hohen Traffic oder hohe Nachfrage. Sie zeigt Sichtbarkeit, aber nicht die gesamte Wirkung.
Auch die Qualität der Sichtbarkeit bleibt offen. Eine URL kann in einer generativen Antwort auftauchen, ohne dass Nutzer sie bewusst wahrnehmen oder mit der Marke interagieren. Deshalb sollten KI-Impressionen nicht als neue alleinige Erfolgskennzahl verstanden werden.
Sinnvoller ist es, sie als zusätzlichen Indikator zu nutzen. KI-Impressionen zeigen, wo Inhalte in generativen Sucherlebnissen vorkommen. Die Bewertung dieser Sichtbarkeit braucht aber weiterhin SEO-Erfahrung, Datenanalyse und strategische Einordnung.
Was bedeutet der Bericht für SEO?
Für SEO verändert sich die Analyseperspektive.
Klassische Fragen bleiben wichtig:
Dazu kommen neue Fragen:
Als SEO Agentur betrachten wir den neuen KI-Bericht deshalb nicht isoliert. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus technischer SEO, Content-Qualität, Indexierung, Informationsarchitektur und klassischer organischer Sichtbarkeit.
Denn auch für generative Google-Ergebnisse gilt: Ohne saubere SEO-Grundlagen wird Sichtbarkeit schwer.
Was bedeutet der Bericht für GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist die Optimierung von Inhalten und digitalen Signalen für generative Antwortsysteme.
Der neue Search-Console-Bericht ist dafür besonders interessant, weil er innerhalb eines Google-Tools zeigt, welche URLs in generativen Google-Funktionen Impressionen erhalten.
Als GEO Agentur geht es aber nicht nur darum, KI-Impressionen zu zählen. Entscheidend ist die strategische Frage:
Wird eine Marke in KI-gestützten Entscheidungsprozessen sichtbar, verständlich und vertrauenswürdig eingeordnet?
Dazu braucht es Inhalte, die konkrete Fragen beantworten, sauber strukturiert sind, Expertise zeigen und thematische Autorität aufbauen. GEO ersetzt SEO daher nicht. Es baut auf SEO auf und erweitert die Optimierung um generative Antwortsysteme.
Fazit: KI-Sichtbarkeit wird langsam messbarer
Der neue Google Search Console KI-Bericht ist kein vollständiges Analyseinstrument. Dafür fehlen weiterhin Prompts, Suchanfragen, Klickdaten und genaue Kontextinformationen. Dafür nutzen wir zusätzlich bei move:elevator AI Tracking Tools!
Aber er ist ein wichtiger erster Schritt.
Google zeigt erstmals direkt in der Search Console, wie häufig URLs in generativen KI-Funktionen sichtbar werden. Damit entsteht eine neue Datenbasis für SEO, GEO und Content-Strategien.
Für Unternehmen bedeutet das: Klassische SEO-Kennzahlen bleiben wichtig. Rankings, Klicks und organischer Traffic verschwinden nicht. Aber sie werden um eine neue Sichtbarkeitsdimension ergänzt.
Die entscheidende Frage lautet künftig nicht mehr nur: Wie gut ranken unsere Inhalte?
Sondern auch:
Werden unsere Inhalte in generativen Google-Ergebnissen als relevante Quelle sichtbar?
Der neue Bericht beantwortet diese Frage noch nicht vollständig. Aber er macht sie erstmals deutlich besser messbar.
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