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m:e GEO-Audit-Report 2026 · Teil 2

Woher KI ihr Wissen über Unternehmen holt: Was unsere Tracking-Daten zeigen

Deine Website ist sauber aufgestellt, und trotzdem nennt ChatGPT deine Wettbewerber. Unsere Tracking-Daten zeigen, warum: KI-Systeme holen ihr Wissen über Unternehmen fast nur von fremden Seiten. Hier siehst du, welche Quellen das sind und was das für deine Sichtbarkeit bedeutet.

  • KI-Sichtbarkeit
  • Quellenanalyse
  • Prompt-Tracking
Eine Person denkt nach, während ein Roboter und Grafiken angezeigt werden.
Autor

Felix Landwehr
Senior Expert | SEO

Veröffentlichung & Datenstand

04. November 2026 & Oktober 2026

Lesedauer

ca. 7 min

Steckbrief ergänzt, Fakten bereinigt, Kauffragen beantwortet. Und doch steht in den Antworten von ChatGPT der Wettbewerber. Teil 1 des m:e GEO-Audit-Reports 2026 hat gezeigt, was auf Websites schiefläuft. Dieser zweite Teil schaut auf die andere Seite: auf die Quellen, die KI-Systeme tatsächlich abrufen, und auf die Fragen, bei denen Unternehmen genannt werden oder eben nicht.

Unsere Learnings auf einen Blick

So haben wir gemessen

Grundlage ist das Prompt-Tracking aus sieben unserer Analyseprojekte zwischen Juli und Oktober 2026, gemessen mit Peec AI. Für jedes Projekt haben wir ein festes Set an Fragen über mehrere KI-Systeme hinweg verfolgt und ausgewertet, welche Quellen ChatGPT, Gemini und Google für ihre Antworten abrufen. Insgesamt sind das rund 75.000 KI-Abrufe aus rund 9.200 Domains.

Für die Auswertung der Antworten haben wir über 2.500 getrackte Prompts im Detail analysiert. Wie man solche Fragen-Sets aufbaut, zeigt unser Ratgeber zur Prompt-Recherche. Die Projekte stammen aus unterschiedlichen Branchen: Industrie, Bau und Immobilien, Sicherheitstechnik, Tourismus, Dienstleistung und Handel.

Gut zu wissen:Jedes Messfenster umfasste ein bis zwei Wochen. KI-Antworten schwanken von Tag zu Tag, belastbar ist deshalb das Gesamtbild über alle Projekte, nicht der einzelne Prozentwert.

Nur 4,3 % der KI-Abrufe von der eigenen Website

Im Schnitt stammten nur 4,3 % der Quellen, die KI-Systeme für ihre Antworten abriefen, von der Website des Unternehmens selbst. Je nach Projekt lag der Anteil zwischen 1,1 % und 8,2 %.

Unwichtig ist die eigene Website deshalb nicht. In fünf von sieben Projekten war sie die meistabgerufene oder zweitwichtigste Einzelquelle. Sie ist der wichtigste einzelne Baustein. Aber über 95 % dessen, was KI-Systeme über ein Unternehmen lesen, steht woanders. Warum die eigene Website trotzdem so oft abgerufen wird, hängt damit zusammen, wie KI-Systeme Inhalte finden und zitieren. Wurden eigene Seiten abgerufen, landeten sie in drei von vier Projekten zudem häufiger in der Antwort als fremde Quellen.

Das Problem ist also eher das Gefundenwerden als die Qualität.

Wer stattdessen gelesen wird

Quellen von KI-Antworten über Unternehmen: Nur 4,3 % der Abrufe von ChatGPT, Gemini und Google stammen von der eigenen Website. 47 % kommen von anderen Unternehmensseiten, 13 % von Behörden und Institutionen, 12 % von Foren, Bewertungsportalen und Nachschlagewerken, 10 % von Wettbewerbern, 9 % von redaktionellen Medien. Reddit, Wikipedia, YouTube und LinkedIn zusammen 3,4 %. Basis: rund 75.000 KI-Abrufe aus sieben Projekten.

Branchenverzeichnisse und Bewertungsportale wie wlw, europages, industrystock oder kununu tauchten in vier bis fünf von sieben Projekten auf. Reddit, Wikipedia, YouTube und LinkedIn, in vielen US-Studien die wichtigsten Quellen, kamen zusammen auf 3,4 %, in keinem Projekt auf mehr als 5,1 %.

Für den deutschen Mittelstand liegen die entscheidenden Quellen in Verzeichnissen, Fachportalen und auf den Websites von Partnern.

Die meisten Quellen nennen dich nicht

In der Auswertung von rund 17.000 abgerufenen Seiten aus vier Projekten erwähnten 76 bis 89 % das Unternehmen überhaupt nicht. KI-Systeme bauen ihre Antworten also größtenteils aus Material, in dem deine Marke gar nicht vorkommt. Abgerufen wurden vor allem Produktseiten (15 %), Fachartikel (15 %), Kategorieseiten (13 %) und Profile in Verzeichnissen (10 %). Auf den eigenen Websites gingen dagegen nur 2 bis 11 % der Abrufe an Blog- und Ratgeberartikel. Damit KI-Systeme deine Inhalte überhaupt erreichen, müssen die technischen Grundlagen für KI-Sichtbarkeit stimmen.

Was wir bisher gesehen haben: Deine Website ist die wichtigste Einzelquelle, aber nur ein kleiner Teil des Gesamtbildes. Wer genannt werden will, muss dort präsent sein, wo andere über das eigene Thema schreiben: in Verzeichnissen, auf Partnerseiten, in Fachportalen. Wie das gelingt, zeigt unser Beitrag zu Digital PR für KI-Sichtbarkeit.

Genannt oder zitiert: zwei Arten von Fragen

Bei Wissensfragen nannten KI-Systeme in 71 % der Fälle gar kein Unternehmen. Bei kaufnahen Fragen waren es 31 %. Das zeigt die Auswertung von über 2.500 getrackten Prompts. Insgesamt brachten 44,7 % dieser Prompts den Unternehmen null Sichtbarkeit.

Fragt jemand „Wie funktioniert eine Mottenbekämpfung mit Schlupfwespen?“, baut die KI eine Erklärung, meist ohne Anbieter. Fragt jemand „Welcher Schädlingsbekämpfer ist in meiner Stadt empfehlenswert?“, entsteht eine Liste mit Namen.

Daraus ergeben sich zwei Wege:

KI-Sichtbarkeit von Unternehmen nach Art der Frage: Bei Wissensfragen liegt die durchschnittliche Sichtbarkeit bei 11,5 %, 71 % bleiben ganz ohne Nennung. Bei Kauffragen liegt sie bei 34 %, 31 % ohne Nennung. Bei Fragen mit Markennamen erreichen Unternehmen 83 %, ohne Markennamen 21 %. Basis: Auswertung von 320 von über 2.500 getrackten Prompts.

Wie groß der Abstand zur eigenen Marke ist, zeigen zwei weitere Werte aus denselben Prompts: Bei Fragen mit Markennamen lag die Sichtbarkeit im Schnitt bei 83 %, ohne Markennamen bei 21 %. Wer genannt wird, steht im Schnitt auf Position 3,4, nur in 29 % der Fälle ganz oben. Eine Gebäudereinigung kam bei Markenfragen auf 67,5 % Sichtbarkeit, ohne Markennamen auf 6,8 %. Ein Konsumgüterhersteller erreichte 97 % bei Markenfragen und 0 % bei Fachfragen zu seinen eigenen Produkten.

Was wir bisher gesehen haben: KI-Systeme kennen viele Marken, empfehlen sie aber selten. In 73 % der Antworten nutzten die Systeme eine Live-Suche, deshalb zählt vor allem, was heute im Netz über dich steht. Dabei zerlegen sie eine Frage oft in mehrere Suchanfragen, das sogenannte Query Fan-Out.

477 Produkte, 98 % davon unsichtbar

Bei einem Online-Shop haben wir 477 Produkte in KI-Shopping-Antworten verfolgt. 98,1 % davon erschienen kein einziges Mal. Nur 1 % kam auf eine Sichtbarkeit von mehr als 10 %, und Preise wurden in weniger als 2 % der Fälle genannt.

Für den Onlinehandel ist das eine klare Ansage. Gute Produktseiten allein bringen ein Sortiment nicht in die KI-Suche. Wer dort verkaufen will, sollte seine eigenen Zahlen kennen, bevor er in neue Inhalte investiert.

Fünf Prüfpunkte für deine Sichtbarkeit

  1. Fremde Quellen: Weißt du, welche Verzeichnisse, Portale und Partnerseiten KI-Systeme in deiner Branche abrufen, und bist du dort vertreten?
  2. Einheitliche Profile:Stehen in diesen Profilen dieselben Fakten wie auf deiner Website? Eine Grounding Page bündelt sie an einer Stelle.
  3. Markenlose Fragen: Wirst du auch bei Fragen genannt, in denen dein Name nicht vorkommt?
  4. Wissensfragen: Beantworten deine Inhalte die Fragen deiner Kund:innen so klar, dass KI-Systeme sie als Quelle nutzen?
  5. Messung: Trackst du deine Sichtbarkeit in KI-Systemen regelmäßig mit einem festen Fragen-Set? Typische Stolperfallen zeigen die häufigsten Fehler der Prompt-Recherche.

Wichtig:Auch wer alle fünf Punkte erfüllt, hat keine Garantie auf Nennungen in ChatGPT, Gemini oder den KI-Übersichten von Google. Die Punkte zeigen, wo in unseren Daten die größten Lücken lagen.

Was das für dich heißt

KI-Sichtbarkeit entsteht zum größten Teil außerhalb deiner Website. 4,3 % der Abrufe kamen von der eigenen Seite, der Rest von Partnern, Behörden, Verzeichnissen und Wettbewerbern. Die Website bleibt die Basis, Teil 1 zeigt, wie du sie aufstellst. Eine erfahrene SEO Agentur sorgt dafür, dass Google deine Inhalte findet. Eine GEO Agentur zeigt dir, welche fremden Quellen in deiner Branche zählen und wie du dort präsent wirst.

Welche Quellen zählen in deiner Branche?

Deine Analyse zeigt dir, wo KI-Systeme ihr Wissen über dein Unternehmen holen und wo deine Wettbewerber genannt werden.

SEO-und GEO-Analyse anfragen
SEO-Experte Felix

Häufige Fragen zu Quellen in KI-Antworten

Wir wissen: Begriffe wie KI-Abrufe, Prompt-Tracking oder Quellenanalyse wirken im ersten Moment technisch und abstrakt und werfen schnell neue Fragen auf. Gerade wenn es um deine Sichtbarkeit in ChatGPT, Gemini und Co. geht, entstehen Unsicherheiten: Was steckt konkret dahinter? Wie aufwendig ist das wirklich? Damit du den Überblick behältst, haben wir die häufigsten Fragen rund um Quellen in KI-Antworten für dich beantwortet. Verständlich erklärt und praxisnah eingeordnet. Und wenn danach noch etwas offen bleibt: Wir sind da – als Partner für deine Sichtbarkeit in Suche und KI.

Woher holen ChatGPT und Co. ihre Informationen über Unternehmen?

Überwiegend von anderen Websites. In unserer Auswertung von rund 75.000 KI-Abrufen aus sieben Projekten stammten im Schnitt nur 4,3 % der Quellen von der Website des Unternehmens selbst. Der größte Teil kam von Partnern, Händlern und Herstellern, gefolgt von Behörden, Wettbewerbern und Medien.

Warum nennt mich ChatGPT nicht, obwohl meine Website gut ist?

Weil KI-Systeme vor allem fremde Quellen lesen. In 76 bis 89 % der abgerufenen Inhalte kam das jeweilige Unternehmen gar nicht vor. Wer genannt werden will, braucht Präsenz auf den Seiten, die KI-Systeme in der eigenen Branche abrufen, etwa in Verzeichnissen und auf Partnerseiten.

Lohnt sich Reddit für deutsche Unternehmen?

Als erste Maßnahme meist nicht. Reddit, Wikipedia, YouTube und LinkedIn kamen in unseren Projekten zusammen auf 3,4 % der Abrufe. Branchenverzeichnisse, Fachportale und Partnerseiten spielten eine deutlich größere Rolle. Prüfe zuerst, welche Quellen bei deinen Kernfragen auftauchen.

Wie misst man, ob KI-Systeme ein Unternehmen nennen?

Über regelmäßiges Prompt-Tracking. Dabei werden immer dieselben Fragen in mehreren KI-Systemen gestellt und ausgewertet, ob und an welcher Stelle eine Marke genannt wird und welche Quellen die Systeme abrufen. Einzelne Tests sind Momentaufnahmen, aussagekräftig wird die Messung erst über mehrere Wochen.

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